 |
Quadratische Funktionale
|
|
 |
Top
|
|
 |
Weitere Randwertprobleme
|
|
|
Finite Elemente I |
|
Finite Elemente I
[SECT: FinElemI]
Die Lösung u∈V:=H1(Ω) des schwachen Randwertproblems in
[STMT: QuadMin.13]
erfüllte u∈M und
|
|
|
a(v,u)=l(v) für alle v∈M0.
|
|
|
Die approximative Lösung u∈VN des Ritz-Galerkin Ansatzes in
[STMT: QuadMin.18]
erfüllte u∈MN und
|
|
|
a(v,u)=l(v) für alle v∈M0N.
|
|
|
Dabei war
Die generelle Vorgehensweise beim
Finite-Element-Ansatz ist:
- Wähle Unterräume VN ;
- Wähle eine Basis von VN ;
- Leite das zugehörige lineare Gleichungssystem her.
Finite Elemente sind speziell dadurch charakterisiert,
dass die Wahl des Unterraums VN wesentlich durch eine Zerlegung des
Gebietes Ω bestimmt wird, siehe
[STMT: 11]
und die allgemeine
Beschreibung davor.
Wir beginnen mit der Herleitung einer Matrixschreibweise für den
allgemeinen Ritz-Galerkin-Ansatz.
Den Zusammenhang solcher diskreten Formulierungen
zu Differenzenapproximationen aus Abschnitt
[SECT: DiffMeth]
stellt die folgende Bemerkung her.
Im ersten Teil dieses Abschnittes wollen wir finite Elemente
im 1D-Fall vorstellen. Dazu formulieren wir das Randwertproblem
aus dem vorigen Abschnitt
[SECT: QuadMin]
in diesem speziellen Fall.
Wir behandeln im Folgenden zunächst Finite-Element-Approximationen in einer Raumdimension.
Wie in Abschnitt
[SECT: DiffMeth]
sei dazu eine Diskretisierung
des Intervalls Ω=]α,β[ der folgenden Form vorgegeben:
|
| Diskretisierung mit variabler Schrittweite | [FIG: partition-1D]
|
Die am häufigsten benutzten finite Elemente
sind lineare und quadratische Elemente,
die wir nun zunächst für den 1D-Fall einführen.
Ein Finite-Element-Ansatz bedeutet,
dass die Unterräume VN vorgegeben werden.
Die approximativen Lösungen uN in diesem Raum sind unabhängig
von der Wahl der Basis in diesem Raum,
aber natürlich nicht die numerisch bestimmten Koeffizienten
der Darstellung von uN . Was jedoch entscheidend ist,
ist die starke Abhängigkeit der Kondition der entstehenden
Matrix von der Wahl der Basis. Dazu
...............................................................
Aussagen 4.9 und 4.10 kommen später.
...............................................................
Im zweiten Teil dieses Abschnittes behandeln wir
die Konstruktion finiter Elemente im 2D-Fall und geben einige
3D-Diskretisierungen an.
Bei allgemeiner Raumdimension n ist die
Allgemeine Vorgehensweise bei Finiten Elementen:
- Zerlege zunächst das Gebiet Ω⊂ℝn in endlich viele Teilgebiete
Ωk (ähnlich wie im Beweis von Satz
[NUM: QuadMin.8.2]
,
siehe
[FIG: QuadMin.decomposition]
).
- Betrachte auf jedem der Teilgebiete Ωk eine Klasse von glatten Funktionen mit
endlich vielen Parametern, deren Anzahl eine feste Zahl nicht übersteigt.
- Betrachte alle sich daraus zusammensetzenden Funktionen
und beachte Übergangsbedingungen, z.B. Stetigkeit.
- Wähle eine Basis.
- Stelle das zugehörige Gleichungssystem auf.
- Betrachte eine Folge solcher Gebietszerlegungen mit immer kleiner werdenden
Durchmessern der Teilgebiete.
Für die Implementierung
ist noch Folgendes zu beachten:
- Alles soll mit einer möglichst kleinen Anzahl von Unterprogrammen
beschreibbar sein, und zwar unabhängig von der Feinheit der Zerlegung.
- Man betrachtet daher Zerlegungen, für die alle Teilgebiete über einem
einzigen Referenzgebiet S , z.B. einem Dreieck,
parametrisiert sind, d.h. mit Diffeomorphismen
τk:S → Ωk (siehe
[FIG: reference-domain]
),
die numerisch möglichst einfach auswertbar sind.
-*- IMAGE NOT AVAILABLE -*-
|
| Transformation auf Referenzgebiet | [FIG: reference-domain]
|
Gegebenfalls können es auch einige wenige Referenzgebiete sein,
deren Anzahl aber unabhängig von der Feinheit der Zerlegung ist.
|
Anmerkung:
In diesem Abschnitt werden alle Transformationen τk affin-linear sein.
|
- Die auf das Referenzgebiet transformierten Funktionen wählt man in einem festen
Unterraum, z.B. in einem Polynomraum mit gewissen Eigenschaften.
|
Wir beschreiben zunächst allgemein, was wir unter einer Zerlegung eines
Gebietes verstehen wollen.
Es folgen die wichtigsten Beispiele von Gebietszerlegungen
in zwei und drei Raumdimensionen.
Beispiele von Gebietszerlegungen [STMT: 12]
Die Standardzerlegungen im 2D-Fall sind Dreieckszerlegungen
(
Triangulierungen) und
Zerlegungen in Parallelogramme. Numerisch komplizierter zu handhaben
sind Zerlegungen in allgemeine Vierecke.
Die Standardzerlegungen im 3D-Fall sind
Zerlegungen in Parallelepipede (Spatkörper) und Tetraeder.
Wir werden hier voraussetzen, dass das Gebiet Ω
solche Zerlegungen erlaubt.
Im 2D-Fall bedeutet dies, dass
Ω einen
Polygon-Rand besitzt,
d.h. aus Geradenstücken und Punkten besteht.
- [NUM: 1]
Uniforme gleichförmige Zerlegungen. Solche Zerlegungen nennt man strukturiert und die
dazu weiter unten definierten Elementräume besitzen sogenannte
strukturierte Gitter.
- [NUM: 2]
Uniforme nicht gleichförmige Zerlegungen. Diese lassen sich für jedes Polygongebiet Ω⊂ℝ2 konstruieren.
Solche Zerlegungen nennt man unstrukturiert und die
dazu weiter unten definierten Elementräume besitzen sogenannte
unstrukturierte Gitter.
- [NUM: 3]
Quasiuniforme Zerlegungen. Der Vorteil quasiuniformer Zerlegungen besteht darin, dass
es erlaubt ist,
in einigen Teilbereichen wesentlich feiner zu diskretisieren als im
gesamten Gebiet.
- [NUM: 4]
Isoparametrische Zerlegung.
Wir geben nun einige gebräuchliche Zerlegungen in drei Raumdimensionen an,
und zwar speziell solche in Parallelepipede, Zylinder und Tetraeder.
Die einfachsten Elementräume bei Triangulierungen bestehen aus
stetigen Funktionen, die auf jedem Simplex ein Polynom gegebenen Grades sind.
Die einfachsten Elementräume bei Zerlegungen in Parallelogramme
bestehen aus stetigen Funktionen,
die auf jedem Parallelogramm multilinear sind.
Sei nun Vh einer dieser eingeführten Elementräume.
Wir gehen zurück zum endlichdimensionalen Problem auf
Gesucht war u∈Mh , so dass
für alle v∈M0h .
Bemerkung:
Für die Funktionen u∈Vh in
[STMT: 13]
und
[STMT: 14]
gilt
| u=0 auf ∂Ω <==> u=0 auf den Randknotenpunkten . |
|
|
Für das Dirichlet-Problem
ist also M0h der von den Basisfunktionen φx
zu inneren Knotenpunkten x∈P∩Ω aufgespannte Unterraum.
|
Die eingeführten Lagrange'schen Basisfunktionen ergeben eine
Matrixschreibweise des diskreten Problems.
H.W. Alt - 10.03.2004
 |
Quadratische Funktionale
|
|
 |
Top
|
|
 |
Weitere Randwertprobleme
|
|
|
Finite Elemente I |
|