Der innere Fall Der innere Fall
Partielle Integration im  Rn  Partielle Integration im  Rn 
Der lokale Fall am glatten Rand Der lokale Fall am glatten Rand
Der lokale Fall am glatten Rand Sachverzeichnis
© 2001-2008 Prof. Dr. Hans Wilhelm Alt, University Bonn, Germany

Definition eines  C1 -Randes

 C1 -Rand    [definition:6-2]

Sei  Ω⊂Rn  offen,  x0 ∈∂Ω . Wir sagen,  Ω  hat einen  C1 -Rand in  x0 ∈∂Ω , falls eine offene Menge  U ⊂Rn  existiert mit  x0 ∈U , so dass  ∂Ω∩U  ein  (n-1) -dimensionales  C1 -Flächenstück ist und  U ∩∂Ω= U ∩∂clos(Ω) .

Wir stellen nun einige Konsequenzen aus der Definition zusammen:

  • [definition:6-2-(1)] Für  x∈U∩∂Ω  ist  Tx(clos(Ω))  ein Halbraum, der den Unterraum  Tx(∂Ω)  enthält.
  • [definition:6-2-(2)] Zu  x∈U∩∂Ω  gibt es genau ein  νΩ(x)∈Rn  mit  |νΩ(x)|=1  und
    v•νΩ(x)≦0 für alle v∈Tx(clos(Ω)).
     νΩ(x)  heißt äußere Normale von  Ω  in  x .
  • [definition:6-2-(3)] Die Abbildung  νΩ:U∩∂Ω → Rn  ist stetig.

Beweis. Nach Satz satz:5-4 gilt:  U∩∂Ω  ist  C1 -Graph, falls  U  geeignet gewählt wird. D. h. es gibt  D⊂Rn-1  offen und zusammenhängend und  g:D → R  stetig differenzierbar (siehe Abbildung fig:c1-rand-1), so dass
{(y,g(y))∈Rn;  y∈D}=U∩∂Ω.

-*- FIGURE NOT AVAILABLE -*-
  [fig:c1-rand-1]

Ohne Einschränkung sei  U={(y,z);  y∈D,|z-g(y)|<δ}  mit  δ>0 . Dies lässt sich durch geignetes Einschränken von  D  und  U  erreichen (siehe Abbildung fig:c1-rand-2).

-*- FIGURE NOT AVAILABLE -*-
  [fig:c1-rand-2]

Da nach Voraussetzung  U∩∂Ω=U∩∂clos(Ω)  ist, gilt entweder:

U∩Ω={(y,z);  y∈D,0<z-g(y)<δ}
oder:
U∩Ω={(y,z);  y∈D,0>z-g(y)>-δ}.
Wir betrachten im Folgenden den zweiten Fall (siehe Abbildung fig:c1-rand-3), der erste Fall wird analog behandelt. Für  x=(y,g(y))=:γ(y)  ist dann nach sect:tangentialraum
Tx(∂Ω)=span{(ej,∂jg(y));  j=1,...,n-1},
und es lässt sich leicht zeigen, dass
Tx(Ω)={v+(0,z);  v∈Tx(∂Ω), z<0}.

-*- FIGURE NOT AVAILABLE -*-
  [fig:c1-rand-3]

Dann muss  νΩ(x)  der auf  Tx(∂Ω)  senkrecht stehende Einheitsvektor sein, der "nach oben" zeigt, d. h. in Richtung mit positiver  n -ter Komponente. Dies ist der Vektor

[eq:6-normal]
νΩ(x)=
1
 
sqrt(1+∇g(y)|2)
(-∇g(y),1),
denn  (-∇g(y),1)•(ej,∂jg(y))=-∇g(y)•ej+∂jg(y)=0  und  νΩ(x)•en>0 .


Version 1.8
H.W. Alt - 24.11.2008

Der innere Fall Der innere Fall
Partielle Integration im  Rn  Partielle Integration im  Rn 
Der lokale Fall am glatten Rand Der lokale Fall am glatten Rand
Der lokale Fall am glatten Rand Sachverzeichnis
© 2001-2008 Prof. Dr. Hans Wilhelm Alt, University Bonn, Germany