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© 2001-2007 Prof. Dr. Hans Wilhelm Alt, University Bonn, Germany

Properties of the elementary integral

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Proposition    [sect:1-4]

  • [sect:1-4-(i)] Sei  f ∈T( μ; Y)  wie in eq:1-3 Dann ist  |f| ∈T(μ;R) , wobei  |f|(x) := | f(x) | , mit
    |f| =
     
    j
    ΧEj |yi| ,
    || f || T(μ) =
     
    S
    |f| dμ≧ |
     
    S
    f dμ | .
  • [sect:1-4-(ii)]  T(μ;Y)  ist ein Vektorraum, das elementare Integral in eq:1-3-int ist eine lineare Abbildung von  T(μ;y)  nach  Y . Immer, wenn  f ∈T(μ;Y)  gegeben ist durch
    f(x) =
    k
    i=1
    ΧAi (x) zi
    mit  k ∈N ,  AiB  und  zi ∈Y  beliebig, so ist
     
    S
    f dμ=
    k
    i=1
    μ(Ai) zi .
  • [sect:1-4-(iii)]  f  |  || f || T(μ)  ist eine Seminorm (d. h. aus   || f || T(μ) = 0  folgt im Allgemeinen nicht  f = 0 ). Immer, wenn  f ∈T(μ;Y)  gegeben ist durch
    f(x) =
    k
    j=1
    ΧEj (x) zj
    mit  k ∈N ,  EjB  disjunkt,  zj ∈Y  beliebig, so ist
    || f || L(μ) =
    k
    j=1
    μ(Ej) |zj| .
    Warnung: Beachte hierbei, dass die Mengen  Ej  disjunkt sein müssen.
  • [sect:1-4-(iv)] Seien  f, g ∈T(μ; R)  mit  f(x)≦g(x)  für alle  x∈S . Dann folgt
     
    S
    f  dμ≦
     
    S
    g  dμ.

Proof sect:1-4-(i). Die erste Formel gilt, da die Mengen  Ej  aus sect:1-3 disjunkt sind. Die Ungleichung folgt aus der Dreiecksungleichung in  Y , da  μ≧0 , also
|
 
j : 1≦j≦m
μ(Ej)yj |
 
j : 1≦j≦m
μ(Ej) |yj| .

Proof sect:1-4-(ii). Offensichtlich ist
V := {
k
i=1
ΧAi zi  ;  AiB, zi ∈Y, k ∈N }
ein Vektorraum, der  T(μ;Y)  enthält.

Sei  f = ∑ i=1k ΧAi zi ∈V . Die  Ai  werden analog zu den  Ej  im vorhergehenden Abschnitt zerlegt in  BI ,  I ⊂{1, ..., k} . Dann ist

f =
 
I ≠∅
ΧBI
 
i ∈I
zi =
 
y ∈f(S) ∖{0 }
ΧEy y ,
wobei
zI :=
 
i ∈I
zi     und    Ey :=
 
 
I≠∅ : zI = y
BI .
Dies ist die eindeutige Darstellung von  f  als Treppenfunktion mit paarweise verschiedenen  y . Damit ist  V ⊂T(μ;Y)  und der erste Teil der Behauptung gezeigt. Daraus folgt auch der zweite Teil der Behauptung, denn es gilt
 
S
f dμ=
 
y
μ(Ey) y =
 
I ≠∅
μ(BI) zI =
k
i=1
μ(Ai) zi .
Es ist klar, dass das elementare Integral auf  V  linear ist.

Proof sect:1-4-(iv). Seien  f,g ∈T(μ;R) , und es gelte  f≦g . Wir wählen Darstellungen für  f  und  g  wie im Beweis von sect:1-4-(ii):
f =
k
i=1
ΧAi zi ,     g =

i=1
Χii ,
also ist
f
=
k
i=1
ΧAi zi +

i=1
Χi · 0
g
=

i=1
Χii +
k
i=1
ΧAi · 0 .
Sei nun  B1,...,Bl  eine disjunkte Zerlegung der  A1,...,Ak,Ã1,...,à. Dann schreiben sich  f  und  g  als
f =
l
i=1
ΧBi yi ,     g =
l
i=1
ΧBii
mit gewissen Zahlen  yi  und  ỹi  (es ist  yi=f(x)  für  x∈Bi  und  ỹi=g(x)  für  x∈Bi ). Da  f(x)≦g(x)  für alle  x∈S , folgt
yi ≦ỹi     für alle i=1,...,l .
Nach Definition des Integrals bzw. sect:1-4-(ii) folgt damit (da  μ  nichtnegativ)
 
S
f dμ=
l
i=1
μ(Bi)yi
l
i=1
μ(Bi)ỹi =
 
S
g dμ.

Proof sect:1-4-(iii). Unter Verwendung von sect:1-4-(iv) und sect:1-4-(i) gilt:
|| f+g || T(μ)
=
 
S
|f+g| dμ≦
 
S
( |f|+|g| ) dμ
=
 
S
|f| dμ+
 
S
|g| dμ= || f || T(μ) + || f || T(μ) .
Ebenso folgt mit sect:1-4-(i), dass
|| αf || T(μ) = |α| || f || T(μ) .
Also ist   || · || T(μ)  eine Halbnorm.


Version 1.7
H.W. Alt - 02.01.2007

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