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Representation of tangent spaces Representation of tangent spaces
Representation of tangent spaces Index
© 2001-2007 Prof. Dr. Hans Wilhelm Alt, University Bonn, Germany

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Beispiele zur Definition    [sect:5-2]

Wir geben einige einfache Beispiele, die zum Verständniss der Definition beitragen:
  • [sect:5-2-(i)] Sei  n=2 ,  m=1 :  γ(t):=(t2,t3)  für  t∈R , und  M:=γ(R) . Es gilt für  (x1,x2)∈M :  x2=t3=±|t|3=±x13/2  und  x1≧0 . Ferner ist  γ  unendlich oft differenzierbar und  γ-1  stetig. Wegen  γ(t)=(2t,3t2)  ist  γ(t)≠0  für  t≠0 , aber  γ(0)=0 . Also sind  γ(]0,∞[)  und  γ(]-∞,0[)   1 -dimensionale  C -Flächenstücke, d. h.  Ck -Flächenstücke für alle  k∈N . Im Punkt  0  ist die Bedingung definition:5-1-(iii) aus obiger Definition verletzt.
    Achtung: Aus der Tatsache, dass  γ:]-ε,ε[ → R2  nicht die Definition definition:5-1 erfüllt, darf man nicht (!) schließen, dass  γ(]-ε,ε[)  kein  C1 -Flächenstück ist. Es könnte eine andere (!) Parametrisierung geben, welche die gleiche Bildmenge hat und definition:5-1 erfüllt. Es kann jedoch gezeigt werden: Im vorliegenden Fall existiert keine solche andere Parametrisierung. (Siehe auch Übungsaufgabe aufgabe:44.)
  • [sect:5-2-(ii)] Sei  n=2 ,  m=1 :  γ(t):=( sin 2t) ( cos t, sin t)  für  -a<t<a  und  Ma:=γ(]-a,a[) . Dann ist für alle  t  (in komplexer Schreibweise)
    γ(t)=(2 cos 2t+i  sin 2t)ei t≠0 .
    Für  a<π/2  ist  γ  auf  [-a,a]  bijektiv. Man sieht dann leicht, dass  Ma  ein  1 -dimensionales  C -Flächenstück. Für  a=π/2  ist  Ma  kein Flächenstück. Dann ist  Ma  kompakt und  γ-1  in  γ(0)  nicht stetig. (Es gilt  γ(0)=lim t↘-π/2γ(t)=lim t↗π/2γ(t)=0 .) Also ist die Bedingung definition:5-1-(ii) aus obiger Definition im Punkt  0  verletzt.
  • [sect:5-2-(iii)] Spirale.  Sei  n=3 ,  m=1 : Sei  r>0  und  γ(t):=(t,r  cos t,r  sin t) . Dann ist  γ(t)=(1,-r  sin t,r  cos t)≠0  für alle  t∈R . Außerdem ist  γ  injektiv. Daher sieht man leicht, dass  M:=γ(R)  ein  1 -dimensionales  C -Flächenstück und damit eine  C -Kurve. Mit dieser Parametrisierung ist  M  auch als Graph gegeben, d. h.  M= graph (g) ,
    γ(t)=(t,g(t)),    g(t):=(r  cos t, r  sin t),
    wobei  g:R → R2 .
    Bemerkung: Betrachte allgemeiner  m<n ,  D⊂Rm  offen, und  g:D → Rn-m  stetig differenzierbar. Dann gilt für  γ(y):=(y,g(y))∈Rn :
    Dγ(y)(ei)=
     
    ∂yi
    γ= ( ei,
     
    ∂yi
    g(y) ) ,    i=1,...,m.
    Die partiellen Ableitungen von  γ  sind also linear unabhängig und die Ableitung ist daher injektiv.
  • [sect:5-2-(iv)] Torus.  Sei  n=3 ,  m=2 : Sei  0<r<R<∞  und
    γ(θ,ϕ):=
    (R+r  cosϕ) cosθ
    (R+r  cosϕ) sinθ
    sinϕ
    =
    (R+r  cosϕ)ei θ
    sinϕ
    .
    Dann ist

    ∂θ
    γ(θ,ϕ)=
    i (R+r  cosϕ)ei θ
    0
    ,    

    ∂ϕ
    γ(θ,ϕ)=
    -r  sinϕ·ei θ
    cosϕ
    ,
    somit

    ∂θ
    γ≠0,     

    ∂ϕ
    γ≠0     und    

    ∂θ
    γ•

    ∂ϕ
    γ= 0 .
    Also ist  M:=γ(R2)  eine  2 -dimensionale Fläche, aber  γ  ist keine globale Parametrisierung im Sinne eines Flächenstücks. Es gibt jedoch endlich viele  DiR2 , so dass  Mi:=γ(Di)  Flächenstücke mit  M= i Mi  sind. (Die minimale Anzahl der benötigten Flächenstücke ist  2 .)

Version 1.7
H.W. Alt - 02.01.2007

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