Properties  μ -almost everywhere Properties  μ -almost everywhere
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© 2001-2007 Prof. Dr. Hans Wilhelm Alt, University Bonn, Germany

Equivalence relation

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We define
f = g in T(μ;Y)     : <=>     f = g μ-almost everywhere .
This defines an equivalence relation on the set  T(μ;Y)  and the vector space operations on this set are well defined with respect to this equivalence relation (follows from the subadditivity of  μ* ). We obtain:

Theorem    [sect:1-7]

Let  T(μ;Y)  the vector space of step functions with the above equivalence relation. Assume that eq:1-essential is satisfied. Then the following holds:
  • [sect:1-7-(i)]  f  |  || f || T(μ)  is a norm on  T(μ;Y) .
  • [sect:1-7-(ii)] The elementary integral is well defined on  T(μ;Y)  (with this equivalence relation).

Proof sect:1-7-(i). Sind  A,B ∈B  und  N∈B  eine  μ -Nullmenge, so folgt  μ(A)=μ(B)  aus  A∖N=B∖N . Denn  A⊂N ∪B  impliziert  μ*(A) ≦μ*(N) + μ*(B) . Da  N  eine Nullmenge ist, gilt  μ*(A)≦μ*(B) . Ebenso lässt sich  μ*(B) ≦μ*(A)  zeigen, also ist  μ*(A) = μ*(B) .

Sei nun  f ∈T(μ;Y)  mit   || f || T(μ)=0 , und sei  f=∑ j=1m ΧEj yj  die eindeutige Darstellung von  f . Da die  yj ≠0  sind, folgt

0 = || f || T(μ) =
m
j=1
μ(Ej)|yj| ==> μ(Ej)=0 für alle 1≦j≦m .
Damit ist  μ*(Ej)=0 , d. h.  f(x)≠0 <=> x∈ j=1mEj . Also ist  f=0   μ -fast überall und damit  f=0  in  T(μ;Y) .

Proof sect:1-7-(ii). Es ist nachzuweisen, dass das Integral unter der Äquivalenzrelation wohldefiniert ist. Sei also  f=g  in  T(μ;Y) . Wir haben zu zeigen, dass  ∫ Sdμ= ∫ Sdμ . Ohne Einschränkung kann man annehmen, dass  g=0 , und  f=∑ j=1m ΧEj yj  sei die eindeutige Darstellung von  f . Es gibt eine  μ -Nullmenge  N ⊂S , so dass  f(x)=0  für  x∈S∖N . Also ist  Ej ⊂N  für  j=1,...,m . D. h.  μ*(Ej)=0 , also  μ(Ej)=0 . Hier wurde die Eigenschaft eq:1-essential benutzt. Daraus folgt  ∫ Sdμ= 0 .

Zum Schluss dieses Abschnittes wollen wir uns die bisherigen Ergebnisse an einem Beispiel verdeutlichen:

Beispiel

Sei  S=N , und  B  sei der Ring aller endlichen Teilmengen von  N .  μ : B → [0,∞)  sei das Zählmaß auf  S . Die Abbildungen  f : N → Y  sind gerade die Folgen  (yi)i∈N  mit  yi:=f(i)  in  Y . Es ist  f ∈T(μ;Y)  genau dann, wenn  ∃  m ∈N : yi=0  für  i ≧m . Das Integral von  f  ist dann  ∫ S f dμ= ∑ i=1m yi , und die Norm von  f  ist   || f || T(μ)=∑ i=1m |yi| .

Betrachten wir nun eine beliebige Folge  (yi)i ∈N  in  Y . Wann konvergiert die Reihe  ∑ i=0yi  absolut? Um die Frage zu beantworten, definieren wir  fm(i):=yi  für  i ≦m  und  f(i)=0  für  i>m . Damit gilt für  m > k :

|| fm-fk || T(μ) =
m
i=k+1
|yi| .
Nun konvergiert die Reihe absolut genau dann, wenn diese Partialsummen eine CAUCHY-Folge in  R  bilden. Dies ist also genau dann der Fall, wenn  (fm)m∈N  eine CAUCHY-Folge in  T(μ;Y)  ist.

Version 1.7
H.W. Alt - 02.01.2007

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