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Fundamental solutions
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Isolated Singularities
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© 2002-2007 Prof. Dr. Hans Wilhelm Alt, University of Bonn, Germany
Holomorphic functions
[chap:3]
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Definition (CAUCHY-RIEMANN operator) [sect:3-0]
In this chapter the relevant differential operator is the
CAUCHY-RIEMANN operator
thus m=1 , n=M=N=2 in sect:1-1
(see also example sect:1-2-(4)).
In this chapter L always denotes this operator.
In complex notation we have, using
the WIRTINGER-derivatives in
[Analysis III:WIRTINGER-derivative]
- [sect:3-0-(1)]
L(u)=∂ conj(z)u = 1/2(∂1u+i ∂2u) .
- [sect:3-0-(2)]
LT(v)=-∂zv= -1/2(∂1u-i ∂2u) .
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Definition (Holomorphic functions)
Let Ω⊂C be an open set.
A locally integrable function u∈L1loc(Ω;C) is called
holomorph, if
that is
∑ j Lij[uj]=0 in D'(Ω) for i=1,2 .
By sect:3-0 this is equivalent to
∂ conj(z)[u]=0 and equivalent to
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∂zζ•u dL2 = 0
for ζ∈C0∞(R2;R2) .
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Remark:
In the same manner one can define holomorphic distributions.
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Properties of holomorphic functions essentially
are a consequence of the form of the fundamental solution
for the CAUCHY-RIEMANN operator.
Fundamental solution [sect:3-1]
Let L as in sect:3-0. Then
a fundamental solution
F̃∈L1loc(R2;R2×2) of L .
Moreover, the 2×2 -matrix F̃(z) is the complex multiplication with
The fact, that F̃ is a fundamental solution,
is equivalent to the property
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conj(F) ∂zζdL2 = ζ(0)
for all ζ∈C0∞(R2;C) .
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Conclusion [sect:3-2]
Let f∈L1(C;C) be a function with compact support. Then
defines a solution u∈L1loc(C;C) of the differential equation
that is
this is equivalent to
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u ∂ conj(z)ζdL2
=
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fζdL2
for ζ∈C0∞(C;C).
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Proof.
Apply sect:2-5 to F̃ and write the result
in complex version as in sect:3-1.
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Thus applying the general concept of theorem sect:2-5
we obtain special weak solutions of the differential equation
∂ conj(z)[u]=[f] .
These solutions are given by convolution,
hence by an integral representation.
Therefore it is natural to ask the question, whether all solutions
of this differential equation have an integral representation.
In
[Analysis III:CAUCHY formula]
we already have given an answer:
This is CAUCHY's integral formula.
Here we show, that this formula follows from the
properties of the fundamental solution in sect:3-1.
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Im Folgenden werden die Konsequenzen der Integraldarstellung näher behandelt.
Satz (Darstellung durch Potenzreihen) [sect:3-4]
Sei D ⊂C offen und u ∈L1loc(D;C) sei holomorph.
Dann stimmt u fast überall mit einer
komplex analytischen
Funktion überein.
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Definition:
Komplex analytisch heißt dabei:
Ist BR(z0) ⊂D , so gilt für fast alle z ∈BR(z0) :
mit ak ∈C , wobei diese Reihe absolut konvergiert.
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Damit ist also gezeigt, dass jede holomorphe Funktion komplex analytisch ist.
Da die Differenz zweier Fundamentallösungen in L1loc(C;C)
eine holomorphe Funktion ist,
erhalten wir insbesondere:
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Bemerkung:
Jede Fundamentallösung in L1loc(C;C) stimmt bis auf eine
additive komplex analytische Funktion
mit der Fundamentallösung in sect:3-1 überein.
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Wir zeigen nun, dass umgekehrt durch komplexe Potenzreihen
gegebene Funktionen holomorph sind. Dazu benötigen wir
die folgende Aussage über die Konvergenz holomorpher Funktionen.
Damit können wir nun zeigen:
Satz (Potenzreihen in C ) [sect:3-6]
Seien z0, ak∈C , r≧0 .
Für z∈Br(z0) konvergiere die Reihe
absolut. (Für r=0 ist diese Voraussetzung leer.) Dann gilt:
- [sect:3-6-(1)]
Ist ϱ0∈[0,∞] definiert durch die
JAQUES HADAMAND-Formel
so ist ϱ0≧r und die Reihe konvergiert absolut für alle
z mit |z-z0|<ϱ0 . Für |z-z0|>ϱ0 konvergiert die
Reihe nicht und divergiert absolut. ϱ0 heißt der
Konvergenzradius der Reihe.
- [sect:3-6-(2)]
Falls ϱ0>0 , so ist u auf Bϱ0(z0) definiert,
unendlich oft (reell) differenzierbar und holomorph.
Ferner gilt für m∈N
wobei diese Reihen ebenfalls den Konvergenzradius ϱ0 haben.
Speziell gilt für die Koeffizienten:
- [sect:3-6-(3)]
Ist ϱ0>0 , so gilt für k≧0 und alle 0<ϱ<ϱ0
Speziell gilt für k=0 wegen a0=u(z0) :
Dies nennen wir auch die Mittelwerteigenschaft, da die rechte
Seite der Mittelwert von u auf dem Rand der Kugel ist.
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Spezielle und oft benutzte holomorphe Funktionen sind
die Elementaren Funktionen.
Elementare Funktionen [sect:3-8]
- [sect:3-8-(1)] Exponentialfunktion.
Sei z∈C . Wir definieren
Der Konvergenzradius der Reihe ist ∞ , da
(k!)1/k → ∞ für k → ∞ . Die Ableitung ist
Außerdem gilt für z,z̃∈C :
- [sect:3-8-(2)] Trigonometrische Funktionen (EULER'sche Formeln).
Sei z∈C . Wir definieren:
Die Ableitungen sind:
Ferner gilt
sowie die üblichen Additionstheoreme. Für r |→ er , r∈R ,
und für θ |→ ei θ= cosθ+i sinθ ,
θ∈R , gelten die Aussagen aus Analysis I, insbesondere die
Definition von π . Damit gilt
- [sect:3-8-(3)] Tangensfunktionen.
Für z∈C mit cos(z)≠0 , d.h. z ∉π(1/2+Z) ,
sei
Für z∈C mit sin(z)≠0 , d.h. z∉πZ sei
Die Ableitungen sind
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Im Folgenden befassen wir uns mit den zugehörigen Umkehrfunktionen.
Eine weitere Klasse oft benutzter holomorpher Funktionen sind
Transformationen auf der komplexen Ebene.
Dazu zunächst folgende
Wir definieren:
Konforme Abbildungen [sect:3-18]
Sei D ⊂C offen und τ : D → C holomorph. Dann
heißt τ konforme Abbildung,
falls eine der folgenden
punktweise äquivalenten Aussagen für jedes z0 ∈D erfüllt ist:
- [sect:3-18-(1)]
τ ist winkeltreu in z0 , d.h. schneiden
sich zwei Kurven in z0 unter einem Winkel, so sind die Bilder
wieder Kurven und schneiden sich unter demselben Winkel.
- [sect:3-18-(2)]
∂z τ(z0) ≠0 .
- [sect:3-18-(3)]
τ ist in einer Umgebung von z0 ein Diffeomorphismus.
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Definition:
τ heißt
konforme Transformation,
falls zusätzlich gilt:
τ : D → τ(D) ist bijektiv.
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Einige konforme Transformationen kamen oben bei der Behandlung der
elementaren Funktionen vor:
Es ist natürlich, nach der Menge aller globalen konformen
Transformationen zu fragen.
Wir beweisen nun den oben benutzten Satz von LIOUVILLE.
Satz (Allgemeiner Satz von LIOUVILLE) [sect:3-20]
Sei u : C → C holomorph, m≧0 eine ganze Zahl, und gelte
Dann ist u ein komplexes Polynom vom Grade höchstens m .
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Speziell ( m=0 ):
Satz von LIOUVILLE.
Jede beschränkte,
auf ganz C holomorphe Funktion ist konstant.
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In sect:3-6-(3) hatten wir folgende Mittelwerteigenschaft
bewiesen;
Eine wichtige Folgerung aus der Mittelwerteigenschaft ist das
Maximumprinzip, das wir im folgenden Satz formulieren:
Satz (Maximumprinzip) [sect:3-21]
Sei D⊂C offen und zusammenhängend, u : D → C sei
holomorph. Dann gilt: Hat |u| in einem Punkt in D ein lokales
Maximum, so ist u konstant auf D .
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Folgerung
Sei D⊂C offen und beschränkt, u : clos(D) → C
stetig und in D holomorph. Dann gilt für alle z0∈D :
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Im letzten Beweis hatten wir benutzt:
Identitätssatz [sect:3-22]
Sei D⊂C offen und zusammenhängend, u : D → C
holomorph. Dann gilt: Hat die Nullstellenmenge von u in D einen
Häufungspunkt, so ist u=0 in ganz D .
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Anders formuliert:
Die Nullstellenmenge von u ist entweder
ganz D , oder sie besteht lokal aus endlich vielen Punkten.
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Version 1.5
H.W. Alt - 02.01.2007
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